Polyvinylchlorid (PVC)

Allgemeine Anwendungen
> Chemie- und Apparatebau
> Wasseraufbereitungsanlagen
> Galvanik, Elektrotechnik
> Schwimmbadtechnik
> Abwasseranlagen
> Abluftanlagen
> Industriependeltüren

PVC-U normal impact

ist ein normal schlagzähes Polyvinylchlorid ohne Weichmacher. Es stellt im Bereich der Polyvinylchloride den Standardwerkstoff für industrielle Anwendungen dar.

Eigenschaften
> hohe Steifigkeit und Festigkeit
> hohe chemische Widerstandsfähigkeit
> Dauertemperatureinsatzbereich von -10 bis +60 °C
> niedriger thermischer Längenausdehnungskoeffizient
> schwer entflammbar nach DIN 4102 B1 (1 bis 4 mm)
> nach Entzug der Flamme selbstverlöschend
> gute elektrische Isoliereigenschaften
> einfache und vielfältige Verarbeitungsmöglichkeiten
> gute Witterungsbeständigkeit
> geringe Feuchtigkeitsaufnahme

PVC-U kann aufgrund der mechanischen Festigkeit und chemischen Beständigkeit vielseitig im chemischen Apparate und Behälterbau eingesetzt werden. Außerdem lässt es sich problemlos thermisch verformen.

PVC-HI high impact

ist ein hochschlagzäh modifiziertes Polyvinylchlorid. Es eröffnet ein noch breiteres Anwendungsgebiet im Minustemperaturbereich. PVC-HI ist weichmacherfrei und ohne Füllstoffe.

Eigenschaften
> hoch schlagzäh
> geringere Steifigkeit und Festigkeit als PVC-U
> beste Kälteschlagzähigkeit der PVC-Typen
> geringere chemische Widerstandsfähigkeit als PVC-U
> Dauertemperatureinsatzbereich von -40 bis +60 °C
> niedriger thermischer Längenausdehnungskoeffizient
> gute elektrische Isoliereigenschaften
> hohe Licht- und Witterungsbeständigkeit
> geringe Feuchtigkeitsaufnahme

PVC-HI wird überall dort im industriellen Bereich eingesetzt, wo eine hohe Schlagzähigkeit gefordert wird.

PVC-C (nachchloriert)

ist ein normal schlagzähes, aber hoch temperaturbeständiges (bis +90 °C) Polyvinylchlorid. Des Weiteren verfügt PVC-C über eine erhöhte chemische Beständigkeit, insbesondere gegenüber chlorhaltigen Medien.

Eigenschaften
> normal schlagzäh
> höchste Steifigkeit und Festigkeit aller PVC-Typen
> sehr hohe chemische Widerstandsfähigkeit
> Dauergebrauchstemperaturbereich von -15 bis +90 °C
> niedriger thermischer Längenausdehnungskoeffizient
> schwer entflammbar nach DIN 4102 B1 (1 bis 7 mm)
> gute elektrische Isoliereigenschaften
> geringe Feuchtigkeitsaufnahme

PVC-C besitzt auch gegenüber stark oxidierenden Säuren eine hohe Widerstandsfähigkeit, bei denen PE und PP ungeeignetsind. Zum Einsatz kommt PVC-C bei Wasseraufbereitungs- und Kläranlagen.

PVC-P (weich)

ist ein durch Zusatz von Weichmachern wesentlich flexibleres PVC als die vorherigen Typen.

Eigenschaften
> normal entflammbar nach DIN 4102 B2, brennt oder glimmt nicht weiter
> Kälteschlagfestigkeit bis -35 °C
> obere Dauergebrauchstemperatur bis +60 °C
> gute elektrische Isolierfähigkeit
> glatte Oberfläche
> gut schweißbar durch Warmgasschweißen und Hochfrequenzschweißen
> klebbar mit Lösungsmittelklebstoffen
> geringe Feuchtigkeitsaufnahme

PVC-P findet Anwendung bei der Auskleidung galvanischer Bäder, aber auch als Verschleiß- und Prallschutz. Darüber hinaus können aus der technischen Qualität korrosionsbeanspruchte Dichtungen sowie Stanz- und Maschinenunterlagen hergestellt werden. In transparenter Ausführung kommt PVC-P in Form von Pendeltüren und Sichtfenstern in Schnelllauftoren zum Einsatz.